Hormonexpertin Frau Dr. Isabella Wilden

Bioidentische Hormone

Bioidentische Hormone sind natürliche Hormone, die dazu beitragen, Hormonungleichgewichte im Körper auszugleichen. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihr allgemeines Wohlbefinden verbessern, Ihre Energie steigern und lästige Symptome wie Hitzewallungen und Schlafstörungen lindern! Das alles könnte möglich sein mit bioidentischen Hormonen, die perfekt auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Tauchen Sie ein in die Welt der bioidentischen Hormone und entdecken Sie das Geheimnis, um die natürliche Balance Ihres Körpers wiederherzustellen.

Was sind bioidentische Hormone?

Bioidentische Hormone haben die gleiche molekulare Struktur wie die körpereigenen Hormone. Bioidentische Hormone sind im Labor gewonnene Steroidhormon-Moleküle, mit der gleichen Struktur wie diejenigen, die von menschlichen endokrinen Drüsen (Eierstöcke, Hoden, Nebennieren usw.) produziert werden.

Der Ausgangsstoff stellt pflanzliche Produkte (SojaYamswurzel) dar, die jene Moleküle enthalten, die unter Laborbedingungen zu Menschen identische Hormonmoleküle umgewandelt werden können. Die Idee, bioidentische Hormone aus Lebensmitteln zu gewinnen, basiert auf unzähligen Erfahrungen, durch die nachgewiesen wurde, dass der menschliche Körper Informationen aus der Nahrung besser integriert als aus anderen Quellen.

Bioidentische Hormone sind keine pflanzlichen oder aus tierischen Geweben oder Sekreten gewonnenen Hormone, sondern perfekt mit dem menschlichen Körper verträgliche Moleküle.

Bioidentische Hormone sind als naturähnliche Substanzen nicht patentierbar, werden also nicht industriell hergestellt, sondern auf individuelle ärztliche Verschreibung in dafür zertifizierten Apotheken.

Eine Frau macht in der Natur Yoga und stützt sich auf dem Boden ab

Warum verwendet man dann nicht nur körpereigene Hormone?

Chemiker und Pharmazeuten haben aus diesem Grund die Molekularstruktur der Hormone verändert, um ihre Bioverfügbarkeit und Halbwertszeit zu modifizieren. Diese veränderten Hormone nennt man Hormon-Derivate, oder genauer gesagt „Hormoneide“ deren Effekt länger anhält und deutlich spürbarer wird. Leider hat dies Nebenwirkungen, da es sich nicht um die originale, bioidentische/human-identische Molekularstruktur handelt.

Was sind synthetische Hormone?

Synthetische Hormone, sogenannte „Hormon-Derivate“ unterscheiden sich in der molekularen Struktur und können Nebenwirkungen haben. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: »Unterschied zwischen synthetischen und natürlichen Hormonen«.

Wie erkenne ich Originalhormone?

Originalhormone

am unveränderten Namen
  • Östron
  • Östradiol
  • Progesteron
  • Östriol
  • Testosteron

Modifizierte Hormone

an veränderten Namen
  • Konjugierte Östrogene
  • Gestagene
  • Progestine

Einsatzgebiete von bioidentischen Hormonen

Die Liste der Indikationen ist sehr lang, aber die konkreteste Empfehlung ist jedes Alterungsphänomen, das auftritt oder verzögert, werden möchte. Diese Verjüngungstherapie kann vor dem Auftreten jeglicher Symptome begonnen und angewendet werden. Je früher mit den kleinsten Dosen, desto besser.

Der Beginn der Therapie kann viel früher begonnen werden, als die Menopause eintritt. Leider wird sie häufig erst begonnen, nachdem ein langer Leidensweg bereits begonnen hat. Das größte Hindernis in den letzten Jahrzehnten der Hormontherapie ist die negative mediale Berichterstattung über die Hormon-Supplementierung, begleitet von der ärztlichen Verschreibung der Antibabypille, synthetischer Hormone und die Behauptung der Ungültigkeit jeder anderen Form der Hormonbehandlung.

Anwendungsgebiet in:

  • Wechseljahre
  • Prämenopause
  • Perimenopause
  • Menopause
  • Postmenopause
  • Andropause
Eine Frau sitzt vor einem kleinen Fluss auf dem Boden und macht sich einen Zopf
Ein Mann hält ein Taschentuch vor einem blauen Hintergrund

Hinweis: Eine Therapie mit bioidentischen Hormonen ist nicht für jede Person geeignet. In unserer Zusammenfassung zur Hormontherapie finden Sie Kontraindikationen, die gegen eine Behandlung sprechen.

Krankheiten die stark von bioidentischen Hormonen profitieren

Jedem Leiden ist eine Hilfstherapie mit bioidentischen Hormonen beigefügt, eine individuelle oder krankheitsbezogene Therapie.

Ein konkretes Beispiel ist die Osteoporose-Therapie mit bioidentischem Östradiol und Progesteron, begleitet von einem speziellen High-Intensität-Fitness-Training.

Sind bioidentische Hormone gefährlich?

Erklärung der Problematik: Bioidentische Hormone haben die gleichen biochemischen Moleküle wie Steroidhormone, die im menschlichen Körper von seinen eigenen endokrinen Drüsen produziert werden, weshalb sie als bioidentisch bezeichnet werden.

„Sie gehören zu den stärksten Substanzen im Körper mit universeller Wirkung“ (Zitat von Dr. Rosensweet, USA) und entfalten ihre Wirkung in all unseren Organen, weil alle Organe Steroidhormonrezeptoren haben. Diese Aktion kann verwendet werden, um das Alterungsphänomen auf der Ebene des gesamten Körpers zu verlangsamen.

Damit die Wirkung im physiologischen Rahmen bleibt, müssen Dosierung und Darreichungsform individuell sein und von einem auf diesem Fachgebiet erfahrenen Arzt-(Gebiet) kontrolliert werden. Gefährlich werden sie erst, wenn sie überdosiert, unkontrolliert eingenommen werden, meist von speziellen Personengruppen, die eine Anti-Aging-Therapie übertreiben oder neue menschliche oder übermenschliche Dinge erleben wollen.

Beispiel: Eine schwangere Frau hat einen mehrere hundertmal höheren Östrogenen und Progesteronspiegel als eine gleichaltrige nicht schwangere Frau. Dies zeigt sehr deutlich, dass Steroidhormone Lebens- und Wachstumsförderer und keine Gefahr sind.

Bioidentische Hormone Nebenwirkungen

Die erste Nebenwirkung ist, dass sie nicht wirken, weil zu niedrig dosiert sind.

Alle anderen Nebenwirkungen sind genetisch und epigenetisch bedingt. Wenn die Genetik des Individuums so beschaffen ist, dass es dazu neigt, hormonelle Metaboliten anzusammeln (nicht nur bioidentische Hormone), der Körper benötigt einen Weg diese schneller zu eliminieren, je kleiner der Mülleimer, desto häufiger muss man den Müll herausbringen.

Wenn die Epigenetik im Weg steht, dann kommen die Ernährung Umstellungen, der Lifestyle Änderung und die nicht günstige Gewohnheiten zu eliminieren.

Eine junge Frau schaut in die Kamera, während sie den Kopf auf den Armen legt.

Bioidentische Hormone Krebsrisiko

Krebsängste im Zusammenhang mit Hormonen entstanden Anfang der 2000er Jahre nach Veröffentlichung der Women’s Health Initiative Studie. Diese wurde damals sehr laut kommuniziert und vermittelte den Eindruck, dass die Verabreichung von Hormonen mit einem deutlich erhöhten Risiko für Brustkrebs, Thrombosen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sei. Das führte bei vielen Frauen zu großer Verunsicherung und zu einer kollektiven Angst vor Hormonen. Zwar wurden die Daten später bis 2017 weiter ausgewertet und teilweise neu eingeordnet, doch diese differenzierteren Ergebnisse erhielten deutlich weniger Aufmerksamkeit. Die Verwirrung ist bis heute spürbar.

Heute weiß man, dass die damaligen Ergebnisse nicht pauschal auf jede Form der Hormonersatztherapie übertragbar sind. Die Diskussion rund um Hormone und Krebs hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt und wird inzwischen differenzierter bewertet. Unterschieden werden muss unter anderem zwischen synthetischen Hormonpräparaten, wie sie in der Studie verwendet wurden, und bioidentischen Hormonen, die in ihrer Struktur den körpereigenen Hormonen entsprechen. Auch Alter, Zeitpunkt des Therapiebeginns, Dosierung und individuelle Risikofaktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der individuellen Risikoabwägung.

Eine Frau sitzt auf einem Stuhl und stützt sich auf den Knien ab.

Entscheidend ist zudem die individuelle Betrachtung: Das Brustkrebsrisiko unter einer Hormonersatztherapie hängt nicht nur von der Art der eingesetzten Hormone ab, sondern auch von familiärer Vorbelastung, Stoffwechselsituation, Körpergewicht, Lebensstil und vom Zeitpunkt des Therapiebeginns. Auch die Kombination aus Östrogen und Gestagen wird in der Fachliteratur differenziert bewertet.

Die eigentlichen Ergebnisse der Studie waren, dass die Behandlung mit Hormonen die Gesundheit von Frauen nicht negativ, sondern positiv beeinflusst hat. In der Women’s Health Initiative zeigte sich insbesondere unter der Kombination aus bestimmten damals verwendeten Östrogenpräparaten und dem synthetischen Gestagen Medroxyprogesteronacetat ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Diese Ergebnisse lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres auf andere Hormonformen übertragen. Eine pauschale Aussage wie „Hormone verursachen Krebs“ wird der komplexen Datenlage daher nicht gerecht.

Eine orangene Medikamentendose aus der Kapseln fallen

Bioidentische Hormonpräparate

Alle Präparate gibt es in verschiedenen Formen. In Europa kommen Sie als Kapseln, Lozenges, Salben und Zäpfchen vor. Es ist dringend zu wissen, welche Zusatzstoffe in diesen Präparaten beigemischt werden. Sie sollten sich fernhalten von toxischen Solvent und Konservierungsstoffen.

Rimkus-Kapseln, die in der Hormontherapie nach Rimkus® enthalten Olivenöl als fettlösliches Lösungsmittel und sind zugeschweißt gegen Oxidierung, sodass nicht die Gefahr besteht, dass eine Allergie oder toxische Kontaminierung entsteht.

Häufig gestellte Fragen & Antworten

Was sind bioidentische Hormone?

Bioidentische Hormone sind im Labor gewonnene Steroidhormonmoleküle mit der gleichen Struktur wie diejenigen, die von menschlichen endokrinen Drüsen (Eierstöcke, Hoden, Nebennieren usw.) produziert werden.

Wie schnell wirken bioidentische Hormone

Die Wirkung der Bioidentischen Hormonen ist symptomabhängig und abhängig von dem Alter, wann die Supplementierung anfängt. Am bestens ist es in der Perimenopause anzufangen, leider sehr wenige Frauen kommen zu dieser Prävention. Aber mindestens solange die endgültige Menopause noch nicht installiert ist ( unter 1 Jahr nach der letzter Blutung )und mit geeigneten Dosen anfangen. Die Hitzewallungen verschwinden am schnellsten, in 3-4 Wochen, die Stimmungsschwankungen in maximum 2-3 Monaten und die Schlafstörungen und Gelenkschmerzen werden nach maximum 6 Monaten auch viel besser. Die chronischen Krankheiten wie Osteoporose, Kardiovaskuläre Krankheiten ( Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen ) wirken viel langsamer, ab einer gewissen Alter sind nicht mehr wirksam, sogar ungünstig. Einfach hier ein Experte fragen!

Wie lange verbleiben bioidentische Hormone im Körper?

Ist von der Form der Hormontherapie abhängig. 12-14  Stunden wirken die Kapseln, paar Stunden die Salben und 6-7 Stunden die Zäpfchen. Die Rimkus Methode mit Kapseln hält 24 Stunden (mit 2 Kapseln am Tag, alle 12 Stunden eine Kapsel ) einen guter Spiegel der Hormonen. Es gibt auch andere Formen eher in nicht EU-Bereich.   In der spät Menopause oder Post Menopause wenn / falls die bioidentischen Hormone abgesetzt werden, sind die Hormone leider schnell weg, halten nicht wie eine Reserve oder Schutz lebenslang. Diese Anti-Aging Therapie ist für immer nötig, nur die Dosierungen dürfen alterbedingst moduliert werden.

Aus was werden bioidentische Hormone hergestellt?

Die bioidentischen Hormone werden nach dem „Marker Prozess“ aus Yamswurzeln hergestellt. Daraus wird Diosgenin gewonnen und durch einen Hydrolysierungsprozess Progesteron gewonnen. Aus dem gewonnenen Progesteron können weitere Steroidhormone wie z.B. Östrogen und Testosteron hergestellt werden.

Welche Nebenwirkungen haben bioidentische Hormone?

Es gibt also keine Intoleranz oder Allergie gegen Bioidentische Hormone, aber es gibt eine Genetik, die unter bestimmten Bedingungen an bestimmten Hormonen (normalerweise Östrogen) Toxizität verleiht. Die Therapie muss dann durch eine individuelle, für den Betroffenen verträgliche Dosis und Form modifiziert werden, oder der Verzicht auf das toxisch werdende Hormon und die Einführung einer alternativen Hormonvariante.

Was passiert, wenn ich bioidentische Hormone absetze?

Dass die gewünschte Wirkung schnell nicht mehr da ist oder eine andere Form der WJ erscheint, auch wenn früher nicht da war. Weil diese Supplementierung der Bioidentischen Hormone keine angreifende Therapie ist, wird auch nichts passieren wenn man absetzt wie beim Blutdrucktabletten oder Cortison sprizen…. Die WJ Beschwerden können zurück kommen in der gleichen Form, eine mildere oder stärkerer Form oder eine andere Form.

Welche bioidentischen Hormone gibt es?

Alle fettlösliche Steroidhormone (Östradiol, Östriol, Progesteron, Testosteron. Die Cortison bioidentischen Vorstufen bioidentischer Hormone, Pregnenolon, DHEA

Werden bioidentische Hormone von der Krankenkasse übernommen?

Es gibt Präparate, die von der gesetzlichen Kasse bezahlt werden, die Östriol vaginal Gels, Östradiol gel und die hochdosierte Progesteron aus Soya. Die Unverträglichkeit ist hoch weil die beigemischten Zusatzstoffen oder Öle nicht extrem selektiert sind. Aber es ist besser mit den diesen bioidentischen Hormonen als ganz ohne. Ich bevorzuge die Yamsextrakte die von der gesetzlichen Kassen nicht bezahlt werden. Viele private Krankenkassen erstatten diese Leistung. Unser Angebot richtet sich allerdings nur an Selbstzahler.

Portrait of Isabella Wilden
Über die Autorin

Isabella Wilden

Dr. Isabella Wilden ist eine engagierte Medizinerin, die nach persönlichen Gesundheitsherausforderungen zur Expertin für bioidentische Hormone wurde. Mit dem Ziel, andere zu inspirieren, teilt sie ihre Reise von chronischen Krankheiten zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit und bietet heute ihre Fachkenntnisse an, um anderen Frauen zu helfen, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind.

Quellenangaben

  1. 16 jährige Behandlungserfahrung von Dr. Frau Isabella Wilden [1]
  2. Wikipedia: Nutzung der Yamswurzel [2]
  3. DocCheck Flexikon: Hormone [3]
  4. DocCheck Flexikon: Derivat [4]
  5. #118: The Menopause Method: Dr. Daved Rosensweet [5]
  6. Women’s Health Initiative (WHI) - Studie zu Hormonen [6]