Gelenkschmerzen in den Wechseljahren

Viele Frauen haben in der Zeit vor den Wechseljahren oft Gelenkschmerzen. Diese Schmerzen gehen manchmal mit Schwellungen einher, die wir "Ödeme" nennen. Etwa jede vierte Frau hat Gelenkschmerzen während der Wechseljahre, auch wenn sie keine Hitzewallungen oder andere typische Anzeichen haben.
Warum Gelenkschmerzen in den Wechseljahren entstehen
In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt des Körpers deutlich. Besonders der Spiegel des Hormons Östrogen sinkt. Dieses Hormon spielt jedoch eine wichtige Rolle für viele Prozesse im Körper, auch für die Gesundheit von Gelenken, Knorpeln und Bindegewebe.
Östrogen unterstützt unter anderem die Bildung von Kollagen. Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil von Knorpel, Sehnen und Bändern. Wenn weniger Östrogen vorhanden ist[1], kann der Körper auch weniger Kollagen bilden. Dadurch verlieren Gelenke an Stabilität und Elastizität.
Gleichzeitig beeinflusst Östrogen die Produktion der Gelenkflüssigkeit, auch Synovia genannt. Diese Flüssigkeit sorgt dafür, dass Gelenke gut beweglich bleiben und Knorpelflächen geschmeidig übereinander gleiten können. Sinkt der Östrogenspiegel, kann die Menge dieser Flüssigkeit abnehmen. Die Folge ist, dass Knorpel schneller austrocknen und Gelenke weniger gut „geschmiert“ sind.
Viele Frauen bemerken deshalb in dieser Zeit Symptome[2] wie Steifheit, Druckgefühl oder Schmerzen in den Gelenken. Besonders morgens oder nach längeren Ruhephasen können sich die Gelenke zunächst unbeweglich anfühlen. Diese Veränderungen sind ein häufiger Grund dafür, dass Gelenkschmerzen gerade in der Zeit vor oder während der Wechseljahre auftreten.
Diagnose von Gelenkschmerzen
Ein erstes Anzeichen für Gelenkbeschwerden kann sein, dass Ringe plötzlich enger sitzen oder nicht mehr richtig passen. Manche Frauen bemerken auch, dass sich Hände, Füße oder einzelne Gelenke geschwollen oder steif anfühlen. Diese Veränderungen entstehen häufig durch leichte Wassereinlagerungen oder Reizungen im Gelenkbereich.
Die Beschwerden können sich auf unterschiedliche Weise zeigen. Typisch sind zum Beispiel Morgensteifigkeit nach dem Aufstehen, Druckschmerzen in den Gelenken, ein Ziehen oder Pochen bei Bewegung oder Schmerzen nach körperlicher Belastung. Manche Frauen berichten auch von wandernden Gelenkschmerzen, bei denen die Beschwerden mal in den Händen, mal in den Knien oder in anderen Gelenken auftreten. Auch ein Spannungsgefühl oder leichte Schwellungen können vorkommen.
Für die Diagnose ist es wichtig, die eigene Krankengeschichte und auch Erkrankungen in der Familie zu berücksichtigen. In manchen Familien treten Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder Osteoporose häufiger auf, zum Beispiel bei der Mutter oder Großmutter. Solche Hinweise können für die ärztliche Einschätzung hilfreich sein.

In vielen Fällen hängen Gelenkschmerzen in der Zeit vor oder während der Wechseljahre jedoch nicht mit einer klassischen Gelenkerkrankung zusammen. Häufig stehen hormonelle Veränderungen im Hintergrund, die sich auf Gelenke, Muskeln und Bindegewebe auswirken können. Trotzdem sollten anhaltende oder starke Beschwerden immer medizinisch abgeklärt werden, um andere Ursachen auszuschließen.
Gelenkschmerzen während der Wechseljahre natürlich lindern
Bei der Diagnose spielt der Zeitpunkt des Auftretens der Beschwerden bzw. Schmerzen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Nach dem Sport oder durch muskuläre Anstrengung ausgelöste Gelenkschmerzen deuten beispielsweise auf eine Übersäuerung des Knorpelbereichs hin.
Wenn Sie im menopausalen Alter sind, sollten Sie besonders auf Ihre Ernährung achten, besonders wenn Sie Sport treiben. Es ist auch wichtig, dass Sie vor dem Training etwas essen. Zum Beispiel könnte ein kleiner Smoothie oder ein Milkshake helfen. Das liegt daran, dass Ihr Körper Stresshormone produziert, wenn Ihr Blutzucker niedrig ist. Das kann Ihre Nebennieren belasten und auf lange Sicht zu mehr Stress und sogar zu Burn-out führen.
Es ist auch gut, nach dem Sport Protein oder Aminosäuren zu sich zu nehmen. Das sollte etwa 90 Minuten nach dem Training passieren.
Unterschiede zu Arthrose und Rheuma
Gelenkschmerzen in den Wechseljahren können sich ähnlich anfühlen wie andere Gelenkerkrankungen. Trotzdem steckt nicht immer eine klassische Gelenkkrankheit dahinter. Häufig hängen die Beschwerden mit hormonellen Veränderungen zusammen, die während der Menopause auftreten.
Bei Arthrose handelt es sich um eine dauerhafte Abnutzung des Gelenkknorpels. Sie entwickelt sich meist über viele Jahre und betrifft häufig stark belastete Gelenke wie Knie oder Hüfte. Die Schmerzen treten oft bei Bewegung auf und können im Verlauf dauerhaft bestehen bleiben.

Rheuma oder entzündliche Arthritis dagegen sind Erkrankungen des Immunsystems. Dabei greift das Immunsystem die Gelenke an. Typisch sind starke Entzündungen, ausgeprägte Schwellungen und oft auch eine längere Morgensteifigkeit.
Gelenkschmerzen in den Wechseljahren verlaufen häufig anders. Die Beschwerden können phasenweise auftreten, manchmal auch wandern und sind oft mit weiteren hormonellen Veränderungen verbunden. Trotzdem ist es wichtig, bei anhaltenden oder starken Schmerzen ärztlich abklären zu lassen, ob eine andere Gelenkerkrankung vorliegt.
Welche Gelenke besonders häufig betroffen sind
Die Beschwerden können grundsätzlich in vielen Bereichen des Körpers auftreten. Besonders häufig berichten Frauen über Schmerzen in den Händen, Fingern, Knien, Hüften oder im Rücken. Auch kleinere Gelenke, zum Beispiel in den Fingern oder Füßen, können betroffen sein.
Manche Frauen bemerken die Schmerzen vor allem morgens oder nach längeren Ruhephasen. Andere spüren sie eher nach körperlicher Belastung oder Sport. Welche Gelenke betroffen sind und wie stark die Beschwerden auftreten, kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein.
Hormonersatztherapie mit bioidentischen Hormonen
Bei Gelenkschmerzen während der Wechseljahre kann eine Hormonersatztherapie mit bioidentischen Hormonen helfen. Sie wird eingesetzt, um den sinkenden Hormonspiegel auszugleichen, der viele körperliche Veränderungen in dieser Lebensphase auslösen kann. Besonders bei Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder Schwellungen der Gelenke berichten einige Frauen von einer Verbesserung.

Östrogen spielt dabei eine wichtige Rolle für Knochen, Knorpel und Bindegewebe. Sinkt der Östrogenspiegel, kann sich dies auch auf die Gelenke auswirken. Testosteron unterstützt den Erhalt der Muskelmasse und Progesteron übernimmt verschiedene regulierende Aufgaben im Körper. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt kann daher dazu beitragen, Beschwerden zu reduzieren.
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, nach körperlicher Belastung auf eine ausreichende Versorgung mit Elektrolyten zu achten. Diese unterstützen wichtige Stoffwechselprozesse und können helfen, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Erfahrungsbericht und Behandlung
Hintergrund: Eine Patientin kam zu mir, weil sie Schmerzen im kleinen Finger hatte. Sie spürte den Schmerz zwei Tage nach einem intensiven Training. Der Schmerz blieb für 2-3 Tage, und danach war er weg. Meistens tat das Gelenk nur weh, und es schwoll nur selten an.
Die Behandlung, die wirklich half:
- Hormontherapie: Eine Creme, die ein natürliches Hormon namens Progesteron enthält. Sie hat die Creme direkt auf die schmerzenden Stellen aufgetragen.
- Sie hat ihre Ernährung geändert.
- Jetzt nimmt sie die Anti-Aging Rimkus Therapie in Form von Kapseln.
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